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Die lasche Einstellung wird bestraft

Donnerstag, 4. Oktober 2018 (08:09:21 Uhr)

Die Landesliga-Handballer der TG Biberach haben die erste Saisonniederlage einstecken müssen. Gegen den HV Blau-Weiß Feldkirch verlor die Mannschaft von Trainer Cosmin Popa in eigener Halle mit 25:29 (13:15) und musste die Tabellenführung an den TV Reichenbach abgeben.


Hängende Schultern, leere Blicke und Kopfschütteln. Das kennzeichnete die Spieler der TG nach den 60 Minuten in der Biberacher PG-Halle. Das Ergebnis musste erst mal verarbeitet werden und so verschwanden die TG-Akteure auch schnell in die Kabine. Nur ganz selten konnte das Team an die bislang gezeigten Leistungen in dieser noch jungen Saison anknüpfen. „Wir wollten dieses Spiel mit links gewinnen und das geht meistens schief“, kritisierte Popa die Einstellung der meisten seiner Spieler.


Gegen einen keineswegs übermächtigen Gegner aus Vorarlberg stimmte vor allem die Leistung im Angriff nicht. Zu viele Chancen wurden zu lässig und zu leichtfertig vergeben. Allein Rechtsaußen Bogdan Botezatu kann die Partie schon entscheiden, doch neben seinen drei Toren leistete er sich noch sage und schreibe sieben Fehlwürfe. Auch sein rumänischer Landsmann Stefan Bursuc traf zwar sieben Mal, aber hätte mindestens noch mal so viele Treffer erzielen können, wenn nicht müssen. Entweder stand Feldkirchs Keeper, der Pfosten, die Latte und zu häufig auch das Unvermögen im Weg an diesem Abend vor 300 Zuschauern.


Die TG schlug sich selbst in einem sehr zerfahrenen und hektischen Spiel, zu dem auch noch die beiden Unparteiischen aus Backnang beitrugen. Marc Vogelmann und Markus Wussler machten nicht in allen Situationen einen souveränen Eindruck. Dies mündete dann auch noch eine Minute vor dem Abpfiff in einer Roten Karte für Cosmin Popa, der nach eigener Aussage keine Beleidigung ausgesprochen hatte, sondern „nur eine Spielszene moniert hatte“.


Wenige Minuten zuvor musste schon Feldkirchs Linksaußen Imran Xhemaj mit Rot vom Parkett, nachdem er Biberachs Spielmacher Armin Schweigardt, der auch nicht seinen besten Tag erwischt hatte, von den Beinen geholt hatte. In den ersten 20 Minuten der Partie war es der TG zumindest noch gelungen, das Spiel vom Ergebnis her offen zu gestalten. Meistens lagen die Biberacher sogar vorn, nach 21 Minuten stand es 8:8. Dann nahm das Unheil seinen Lauf. Die Mannschaft vergab beste Chancen, Feldkirch spielte sehr effizient und führte zur Pause mit 15:13.


Nach dem Wechsel konnte der Gastgeber noch zum 15:15 ausgleichen, dann kam der endgültige Bruch. Nicht, weil die Gäste so überlegen waren, sondern weil bei der TG nichts mehr klappen wollte, zog Feldkirch auf 24:18 davon und ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Auch ein überragender Moritz Kehm und ein sehr gut aufgelegter Torwart Simon Ellek konnten die Heimpleite nicht verhindern. „Ich werde das Spiel analysieren, der Mannschaft die notwendigen Worte sagen und dann werden wir nach vorn schauen“, bilanzierte Popa. Allerdings stellte er auch fest, dass man sich solche Spiele zu Hause nicht mehr so oft leisten dürfe, sonst müsse man die Saisonziele neu definieren.

// Herren I

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