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Abriss Mali-Sporthalle verschiebt sich ein weiteres Mal

Montag, 1. April 2019 (07:28:27 Uhr)

Der geplante Neubau der Mali-Sporthalle verschiebt sich auf unbestimmte Zeit. Unregelmäßigkeiten im Fundament sind der Hauptgrund.


Der geplante Abriss der Sporthalle der Mali-Schule nach den diesjährigen Osterferien wurde bereits auf ein weiteres Jahr verschoben. Dieser Termin kann nun auch nicht eingehalten werden. Die Osterferien wurden deshalb als Termin gewählt, da jährlich das internationale Biberacher Osterturnier der Handballabteilung während den Feiertagen abgehalten wird. Dabei kommen über 100 Teams aus verschiedenen Nationen nach Biberach um sich im Handballsport zu messen.
Bei kürzlich stattgefundenen Bodenproben auf dem Parkplatz neben der Sporthalle wurden Unregelmäßigkeiten entdeckt. Geplant war eine Versetzung der Halle nach Westen auf Höhe des aktuellen Parkplatzes und eine großflächige Unterkellerung zur Nutzung als Tiefgarage.
Ein beauftragtes Biberacher Baunternehmen hat bei Bohrungen in einer Tiefe von 8 Metern Granitstein entdeckt. Erste Untersuchungen deuten auf massive Granitblöcke hin, welche womöglich sogar zu einer steinzeitlichen Anlage oder Struktur gehören. Aufgrund des Fundes hat sich bereits das archäologische Landesdenkmalamt Baden-Württembergs aus Konstanz angemeldet. Geplant sind Untersuchungen mit Hilfe von komplexen Methoden, wie der Massenspektrometrie oder der Myonentomografie. Bei diesen sehr kostspieligen Verfahren, welche im sechststelligen Bereich liegen, soll sich laut des Gemeinderats auch das Land beteiligen. Die Untersuchungen werden so zeitnah wie möglich vorangetrieben, um das weitere Vorgehen zum Neubau der Mali-Sporthalle abschätzen und einordnen zu können.
Vorab geplant war der Abriss der Mali-Halle im April 2020, um mit dem Neubau zum Jahresbeginn 2021 anfangen zu können. Aufgrund der einjährigen Verschiebung konnten mehr Gelder, als zuerst geplant, generiert werden. Das zuständige Architekturbüro entwarf eine Doppelhalle mit zwei Spielfeldern mit einer Fläche von je 28 x 47 Metern. Die Hallenform war rechteckig angelegt mit einer 25-Meter Schwimmbahn an der westlichen Seite und einem Turn- und Fitnessraum, sowie einer großzügigen Dachterrasse im Obergeschoss. Ein eigenständiger Küchenbereich sowie zwei Seminarräume mit moderner Technikausstattung sollten für eine attraktive Nutzung von außerschulischen Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Die Tribüne wurde in U-Form für 3000 Personen angelegt.
Sollten weitere Bodenuntersuchungen auf archelogische Artefakte schließen, ist von einer mehrjährigen Unterbrechung des Bauvorhabens auszugehen. Die Stadt- und Schulverwaltung prüft aktuell alternative Standorte für einen Neubau der Sporthalle. Infrage kommen die Fußballplätze am Erlenweg. Hier könnte die neue Sporthalle, unweit des Schulgeländes, entstehen und die bestehenden Fußballanlagen nach Rißeg verlegt werden.
Die aktuelle Mali-Sporthalle, wird demnach noch mehrere Jahre bestand haben. Somit bleibt sie für den Schul- und Sportbetrieb und auch für das Internationale Biberacher Osterturnier (Handball) vorerst erhalten. Aufgrund dessen muss an mehreren Stellen der Sporthalle in absehbarer Zeit eine Renovierung durchgeführt werden. So wird beispielsweise das Dach Teilverglast, um für mehr Tageslichteinfall zu sorgen. Der Boden wird ausgetauscht und die sanitären Anlagen werden erneuert. Die Stadtverwaltung betont ihr Bemühen und Bestreben an einer optimalen Lösung für Schulen und Vereine. Sport hat in Biberach einen hohen Stellenwert. Für Schüler und Sportler sollen optimale Voraussetzungen geschaffen werden.


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